Ostermarsch gegen die A 143
Ausflug in die Porphyrlandschaft bei Gimritz und Brachwitz
Ostermontag, 25. April 2011 I Beginn 10:30 Uhr in Brachwitz
Engagierte Bürgerinnen und Bürger laden zusammen mit Umweltverbänden und Initiativen ein zum Ostermarsch gegen die geplante Autobahn A 143 - Westumfahrung Halle. Der Ostermarsch führt als Protest-Exkursion in die von der geplanten Trasse bedrohte Porphyrkuppenlandschaft im Naturpark "Unteres Saaletal". Wir setzen gemeinsam ein Zeichen für den Schutz des Unteren Saaletals, für den Erhalt seiner Artenvielfalt, für ein Naherholungsgebiet ohne Lärm und Gestank, für einen der letzten Flecken un-verbauter Natur um Halle.
Der Ostermarsch beginnt 10.30 Uhr in Brachwitz (Fähre). Von dort aus wandern wir zum benachbarten Friedrichsschwerz und pflanzen im Bereich der geplanten Trasse einige Bäume, als Zeichen gegen die Zerschneidung des Naturparks durch eine Autobahn. Danach führt die Wanderung weiter in das Naturschutzgebiet "Porphyrlandschaft bei Gimritz". Dort stellen uns Biologen die seltenen Pflanzen und mit etwas Glück auch Tiere vor, die auf den Porphyrkuppen heimisch sind. Voraussichtlich gegen 13.30 Uhr erreichen wir den Pferdehof "Cavalleria" in Gimritz. Dort wird ein Mittagessen angeboten, und es gibt Livemusik. Für erschöpfte Wanderer steht auf dem Rückweg eine Pferdekutsche bereit.
Zum Ostermarsch gegen die A 143 rufen die folgenden Verbände und Initiativen auf:
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder (AHA), Attac, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND), Regionalverband Halle-Saalekreis, Bürgerverein Saaletal, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Grüne Jugend Halle, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Regionalverband Halle/Saalkreis, Naturfreunde, Landesverband Sachsen-Anhalt, Ökologische Plattform, Poni e.V. Gimritz, Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU), Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale,
Aufruf zum Ostermarsch
Flugblatt zum Ostermarsch
A 143 stoppen
Keine Autobahn durch das Untere Saaletal!
Gemeinsam mit betroffenen Anwohnern wehrt der NABU Halle/Saalkreis sich
seit vielen Jahren gegen die Zerschneidung der Naturschätze von Europäischer
Bedeutung im Unteren Saaletal durch die geplante Autobahn A 143 - Westumfahrung
Halle. Zu massiven Naturschäden würde die geplante Trasse vor allem in den europäischen
Schutzgebieten führen - der Porphyrkuppenlandschaft bei Gimritz / Brachwitz und
in den Muschelkalkhängen bei Lieskau.
Aufgrund schwerwiegender Verstöße gegen das Europäische Naturschutzrecht wurde
der Bau der A 143 im Januar 2007 durch das Bundesverwaltungsgericht vorläufig
gestoppt. Dennoch werden die Autobahnpläne weiter verfolgt, und auch der Widerstand
gegen die A 143 geht daher weiter - wenn nötig auch bis hin zu einem weiteren
Gerichtsverfahren.
Neue Pläne für A 143 - jetzt Einwendungen schreiben!
Öffentliche Anhörung im Oktober/November 2009
Fast 3 Jahre nach dem vorläufigen Baustopp durch das Bundesverwaltungsgericht
werden die Pläne für den Bau der A 143 - Westumfahrung Halle - im Oktober 2009
neu aufgelegt. In dem neuen Anhörungsverfahren kann jeder Bürger
bis zum 27.11.2009 Einwendungen zur Autobahnplanung beim Landesverwaltungsamt
erheben.
Öffentliche Bekanntmachung zur Anhörung
Mustereinwendung
Verkehrszählung beweist: keine Entlastung der Stadt Halle durch A 143
Halle/Saale, 21.10.2009
Aktuellen Verkehrszahlen zufolge kann die A 143 die ihr zugedachte Aufgabe,
die Stadt Halle vom Durchgangsverkehr zu entlasten, nicht erfüllen. Die
detallierte Verkehrszählung der Stadt Halle vom Mai 2009 hat zutage gebracht, dass
selbst auf den Hauptverkehrsachsen der Stadt Halle nur ein überraschend
geringer Anteil an Durchgangsverkehr fließt. Der innerstädtische Verkehr entsteht nahezu
ausschließlich in der Stadt selbst. Eine Verlagerung dieses Verkehrs auf eine
Ortsumgehung ist nicht möglich. Infolge dieser aktuellen Verkehrszahlen gehen
nunmehr auch die halleschen Verkehrsplaner davon aus, dass die geplante A 143
praktisch keinen Beitrag zur Verkehrsentlastung der Stadt Halle leisten kann.
NABU-Pressemitteilung vom 21.10.2009
Baustopp für Autobahn durch das Untere Saaletal
Leipzig, 17.1.2007
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat den geplanten Bau der Autobahn A
143 – Westumfahrung Halle vorläufig gestoppt. In seinem heutigen Urteil über eine Klage des NABU
Sachsen-Anhalt gegen die Planung zur A 143 ordnet das BVerwG eine erneute grundlegende Über-
prüfung der Autobahnplanung auf seine Verträglichkeit mit europäischem Naturschutzrecht an.
NABU-Pressemitteilung zum Baustopp
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.1.2007.
NABU reicht Klage gegen Autobahn A 143 ein
Europarecht soll Unteres Saaletal vor Zerschneidung schützen
Halle/Saale, 28. Juni 2005
Der Naturschutzbund (NABU) Landesverband Sachsen-Anhalt hat heute beim Bundesverwaltungsgericht
Klage gegen den geplanten Bau der Autobahn A 143 - Westumfahrung Halle erhoben.
Mit der Klage setzt sich der NABU für den Erhalt der Naturräume von Europäischer
Bedeutung im Unteren Saaletal ein, die durch die Autobahn zerschnitten würden.
Im Gerichtsverfahren wird der NABU durch den Berliner Rechtsanwalt
Peter Kremer vertreten.
NABU-Pressemitteilung zum Gerichtsverfahren
Klagebegründung
Hintergrund:
Landschaften von europäischer Bedeutung im Unteren Saaletal
und ihre Gefährdung durch die Autobahn A 143 - Westumfahrung Halle
| Im 4. Sonderheft der Zeitschrift calendula - hallesche umweltblätter - mit dem Titel
"Landschaften von europäischer Bedeutung im Unteren Saaletal" wird die Gefährdung
der einmaligen Naturschätze des Unteren Saaletals zwischen Halle und Wettin durch
die geplante Bundesautobahn A 143 ausführlich analysiert und bewertet. Das Sonderheft
ist kostenlos beim NABU Halle/Saalkreis erhältlich oder kann hier als PDF-Datei herunter geladen werden
Sonderheft als PDF-Datei
(ohne Farbtafeln, 1.838 kB) |
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