Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Regionalverband Halle-Saalkreis e.V.
Große Klausstraße 11 - D-06108 Halle (Saale)
Tel. 0345 20 21 618 - Fax. 0345 47 23 610


Ziele und Aufgaben

Der Regionalverband Halle/Saalkreis des NABU zählt derzeit etwa 891 Mitglieder vor allem in der Stadt Halle, aber auch im Saalkreis. Er ist somit der größte nach Paragraph 29 Bundesnaturschutzgesetz anerkannte Umweltverband in unserer Region. Seine Gründung erfolgte im Jahre 1990.
Unser Büro befindet sich in Halle/Saale in der Großen Klausstr. 11 (Reformhaus). Es ist momentan Dienstags von 9:00 bis 13:00 Uhr besetzt. Wir sind unter Tel. (0345) 2021618 erreichbar.
Zum Vorstand gehören 6 Mitglieder. Langjähriger Vorsitzender ist der Biologe Dr. Volker Schmidt. Die Arbeit des Vorstandes wird in vielen Einzelfragen von fachkompetenten Mitgliedern unterstützt.
Ungeachtet der relativ geringen Mitgliederzahl hat sich der Regionalverband ein hohes Maß an Kompetenz in Sachen Flächenbezogener Naturschutz, Arten- und Biotopschutz, Verkehrs- und Naturschutzpolitik sowie Öffentlichkeitsarbeit erworben. Er versteht sich auch als Mittler zwischen mündigen Bürgern und Verwaltungen sowie als Schnittstelle naturschutzrelevanter Informationen. Im Rahmen von Planfeststellungs- und Raumordnungsverfahren verfasst er Stellungnahmen zu allen wichtigen Planungs- und Bauvorhaben in unserer Region und ist unabhängiger und kritischer Partner der lokalen und regionalen Naturschutzbehörden.

Zu den wichtigsten Arbeitsschwerpunkten gehören derzeit:

*Unterstützung der Behörden bei der Erhaltung und Dokumentation geschützter Gebiete
*Forderungen nach endgültiger Unterschutzstellung einstweilig gesicherter Flächen sowie auch Beantragung und fachliche Zuarbeit für neue Schutzgebiete in Halle und im Saalkreis (in den vergangenen Jahren z.B.
NSG Brandberge, NSG Pfingstanger, NSG Muschelkalkhänge bei Lieskau, Köllme und Bennstedt)
*Vorarbeiten zur Ausweisung weiterer Schutzgebiete
*fachliche Zuarbeiten zu Pflege- und Entwicklungskonzepten für Schutzgebiete (z.B. NSG Bischofswiese in der Dölauer Heide)
*Durchführung spezieller Pflegemaßnahmen (z.B. Entbuschung von Trockenrasen, Mahd von Feuchtwiesen). Informationen zu Pflegemaßnahmen
*Diskussion des NABU-Waldkonzeptes mit Behörden und Öffentlichkeit
*Kontrollen und fachliche Betreuung von Schutzgebieten
*Umsetzung eines Biotopverbundkonzeptes zwischen den Kreuzer Teichen/Saaletal und der Dölauer Heide/NSG Brandberge *Stellungnahmen zum Landschafts- und Flächennutzungsplan der Stadt Halle einschließlich des Verkehrskonzeptes sowie zu den Bebauungsplänen der Saalkreisgemeinden
*Mitarbeit in den Naturschutzbeiräten der Stadt Halle und des Saalkreises, im Verband Umwelt und Verkehr, im Arbeitskreis Verkehrspolitik im Harzer Raum und am Runden Tisch Verkehr der Stadt Halle *jährliche Ausrichtung der Landespilzschau unter maßgeblicher Beteiligung der Fachgruppe Mykologie des NABU-Regionalverbandes
*Öffentlichkeitsarbeit und naturschutzfachliche Weiterbildung durch Vorträge und Exkursionen *konsequenter Einsatz für den Erhalt einzigartiger Landschaftsteile der Region durch Nutzung aller vorhandenen Möglichkeiten der Mitwirkung an Großprojekten (z.B. Forderung von Nachbesserungen, Vorlage von Alternativkonzepten oder Klage)
* Durchsetzung von europäischem Recht in der Bundesverkehrswegeplanung

Beispiele:

    - geplante Zerschneidung der Saale-Elster-Aue im Süden von Halle durch die ICE-Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig; dazu Stellungsnahmen, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Protestaktionen sowie Aufzeigen von Trassen-Alternativen (z.B. Variante 1E mit Südstadttunnel oder Variante 1D über Buna und das Bergbaugelände im Halleschen Südosten)
    - Kritik an der wirtschaftlich unsinnigen und ökologisch unverantwortlichen Südharzautobahn A 38, insbesondere der Westumfahrung Halle (A 143) und der damit verbundenen Zerschneidung der einzigartigen Porphyrkuppenlandschaft im Norden von Halle sowie des Naturparkes Unteres Saaletal; dazu Stellungnahmen und Öffentlichkeitsarbeit sowie Aufzeigen von Alternativen (z.B. Ausbau vorhandener Trassen wie der A9 / A14, Südumgehung B 80/Osttangente sowie Nördlicher Saaleübergang am Trothaer Hafen als völlig ausreichende stadtnahe Umgehungslösungen)
    - gemeinsames Vorgehen mit betroffenen Bürgern gegen eine Erweiterung des Großsteinbruches des Landschaftsschutzgebietes "Petersberg" im Saalkreis und eines geplanten Steinbruches bei Niemberg im Naturschutzgebiet "Burgstätten".

(C) - erstellt im Auftrag des NABU Regionalverband Halle-Saalkreis e.V.