A 143 stoppen!

 

 

 

Keine Autobahn durch das Untere Saaletal!

 

Das Untere Saaletal zwischen Halle und Wettin stellt eine der wenigen noch relativ naturnahen und ungestörten Landschaften in der Mitteldeutschen Industrieregion dar. Vor allem auf den Porphyrkuppen bei Gimritz und Brachwitz und in den Muschelkalkhängen bei Lieskau haben sich noch wertvolle Lebensräume für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt erhalten, die unter dem besonderen Schutz der Europäischen Union stehen. Diese Gebiete gehören zu den letzten Rückzugsräumen für zahlreiche seltene und gefährdete Arten.

 

Die einmaligen Naturschätze im Unteren Saaletal sind bedroht: durch die geplante Saaletalautobahn A 143 (Westumfahrung Halle). Der NABU setzt sich für den Erhalt des Unteren Saaletals und daher für den Verzicht auf die geplante A 143 ein.

>> Hintergründe
>>143 Newsarchiv

 

Weitere Informationen zum Saaletal und zur A 143 finden Sie auch bei der Bürgerinitiative Saaletal.

 

 

Spenden für den Erhalt des Unteren Saaletals

 

Ein weiteres Gerichtsverfahren um den geplanten Bau der Autobahn A 143 steht bevor!

Voraussichtlich im Sommer 2013 ist eine erneute Baugenehmigung für die A 143 zu erwarten. Der Bau der Autobahn kann dann nur noch durch eine erneute Klage beim Bundesverwaltungsgericht gestoppt werden

Für die Finanzierung des Gerichtsverfahrens bitten wir um Ihre Spende auf den eigens eingerichteten Klagefonds:

 

Konto-Inhaber:         Naturschutzbund / A 143

IBAN:                      DE 22 8009 3784 0001 0503 20

BIC:                        GENODEF1HAL

Bank:                      Volksbank Halle/Saalkreis

 

Spenden sind steuerlich absetzbar.

 

Der Bau der A 143 wurde schon einmal durch das Bundesverwaltungsgericht gestoppt. Mit Ihrer Spende helfen Sie, die Naturschätze des Unteren Saaletals auch weiterhin vor der Zerschneidung durch eine Autobahn zu bewahren.

A143 im Landtagswahlkampf

 

Seit wenigen Tagen stehen in Halle großformatige Wahlwerbeplakate für die Landtagswahl im März 2016 als Verlautbarung der CDU mit der Botschaft: „A 143 JETZT – GEGEN DIE KLAGEFLUT DER BLOCKIERER“.

 

In diesem Kontext ist klar, dass der NABU Regionalverband Halle-Saalkreis e. V. gemeint sein muss, denn niemand sonst hat bisher eine konsequente rechtliche Überprüfung des Vorhabens angestrengt. Deshalb möchten wir zu dieser Wahlwerbebotschaft Stellung beziehen.

 

Ins Auge stechen zuerst einmal zwei miteinander verwobene Aspekte. Zum einen wurde bisher genau einmal erfolgreich gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt; der suggestive und sehr negativ besetzte Begriff „Klageflut“ ist daher grob falsch. Zum anderen fällt auf, dass sich die Christlich-Demokratische Union bei der Wahl dieses wie auch eines weiteren stark abwertenden Begriffes „Blockierer“ einer aggressiven Rhetorik bedient, die eher an diejenige von Wahlgruppierungen extremer politischer Richtungen erinnert.

 

Dabei wird verschwiegen, dass die Einflussnahmemöglichkeit von Umweltvereinigungen bei Klageverfahren allein darauf beschränkt ist, sicherzustellen, dass die bestehenden Gesetze eingehalten werden. Wer die Abschaffung dieser Möglichkeit fordert, wünscht sich die Abschaffung eines effektiven Rechtsschutzes für die dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen dienenden Normen. Wir möchten aber daran erinnern, dass sich der Staat gemäß Art. 20 a grundgesetzlich zur Verantwortung bekennt, die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Recht und Gesetz durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung zu schützen.

 

Konkret zum Vorhaben A 143 verschweigt die Wahlwerbebotschaft, dass dieses Projekt nach derzeitigem Kenntnisstand schon deshalb kaum Entlastung von innerstädtischem Autoverkehr zu bringen imstande ist, weil der Löwenanteil dieses Verkehrs in Halle kein Durchgangsverkehr ist. Ebenfalls hierzu wird verschwiegen, dass nicht die klagenden „Blockierer“ das Projekt bisher verhindert haben, sondern das entsprechende Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes wegen der offenkundig rechtswidrigen Baurechtserteilung durch die Genehmigungsbehörde. Dabei spricht es Bände, dass das Projekt trotz langjähriger Vorplanungen im Vorfeld des Gerichtsurteil und weiteren anschließenden neun Jahren Planungsaktivitäten bis heute nicht realisiert wurde. Wir werten es als Feigheit und systemimmanenten Fehlerverleugnungsmechanismus der Verantwortlichen in der Politik, dass das zwischenzeitlich als offensichtliche Fehlplanung erkennbar gewordene, inzwischen seit 25 Jahren erfolglos bestehende Projekt nicht zugunsten vorhandener Alternativen aufgegeben wird.

 

Und keineswegs zuletzt möchten wir noch einmal der CDU-Parole widersprechen und betonen, dass uns primär die Erhaltung des Unteren Saaletals einschließlich der benachbarten, bundesweit einzigartigen Porphyrhügellandschaft als bedeutendem und funktionstüchtigen Erholungs- und Lebensraum für die Menschen in und um Halle und als Brennpunkt und Refugium für eine außergewöhnliche biologische Vielfalt am Herzen liegt. Der Ausschluss einer derart landschafts- und naturzerstörenden Autobahntrasse ist lediglich zwingende Konsequenz für die Sicherstellung der formulierten Aufgabe.

 

Machen Sie uns stark

Spenden