Die Weideflächen

Kleine und mittelgroße Porphyrhügel bilden einen Großteil der Weideflächen. Beispiele hiefür sind der Ochsenberg, Kleiner und Großer Dautzsch oder der Hügel zwischen Nordbad und Trothaer Wehr im Stadtgebiet von Halle bzw. Porphyrhügel bei Landsberg und Niemberg sowie am Petersberg im Saalekreis.  

 

Kalktrockenrasen und Magerrasen auf anderen geologischen Untergründen werden bei Lieskau, nahe der Brachwitzer Fähre oder bei Knapendorf beweidet. Ebenso sind einige alte Streuobstwiesen im Dieskauer Park und bei Kütten in das Flächenkonzept eingebunden.

Einige Flächen wurden vor Projektbeginn mehrere Jahrzehnte lang nicht genutzt, weshalb sie so stark mit Bäumen und Sträuchern zugewuchert waren, dass vor der Beweidung Freistellungsarbeiten nötig wurden.

 

Eine Besonderheit besteht in der jährlichen Beweidung von etwa 2 ha Eichenwald im NSG Bischofwiese in der Dölauer Heide. Dadurch sollen Brennnesseln und andere Nährstoffzeiger wieder zurückgedrängt werden und der lichte Waldcharakter erhalten bleiben.  

 

Eine weitere Sonderstellung nehmen Streuobstwiesen ein. Durch ihre Doppelnutzung sind sie eine besondere Kulturform. Sie dienen nicht nur dem Obstanbau, sondern werden auch als Weide oder Wiese genutzt.  

 

Dadurch ist ein einzigartiger Doppellebensraum im Zusammenwirken von Wiese und Baumhain entstanden, der bis zu 450 Pflanzen- und 3.000 Tierarten einen Lebensraum bietet. Gerade die alten, hohlen Bäume gewähren Eulen, Steinkäuzen oder dem Wendehals einen Unterschlupf. Nahrung finden sie sowohl in der Wiese als auch in Borke, Zweigen oder anderen Teilen der Obstbäume.

 

Seine Blütezeit hatte der Streuobstanbau Mitte des 19. Jahrhunderts. Seitdem sind die Streuobstbestände in Deutschland um mehr als 80 Prozent zurückgegangen.  

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